Schrifthallen des Glutzherz

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    Das Zerbrochene Schild

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    Dominica

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    Das Zerbrochene Schild

    Beitrag von Dominica am Do März 15, 2018 9:55 pm

    Viel ist geschehen nachdem die Schildmaid im Exil erwachte. Hunger und die Hitze zehrten an ihr, jeder tag ein Kampf ums überleben... Nicht den Kampf den sie sich Wünscht nicht der Kampf der entscheidet ob die Tore Valhallas für sie offen stehen. Doch sie war Zäh sie würde nicht so einfach aufgeben sie würde nicht im Sand des Südens sterben. Sie Traf auf eine Frau eine Schwester ihres Volkes eine Vanir. Ein wink der Hoffnung jemand der sie versteht jemand der ihre Ansichten teilt doch Enttäuschung lies nicht lange warten ein Mann welcher ein Sohn der Schlange des Südens ist nannte diese Frau ihren Mann den Vater deren Kinder. Nicht genug schrien sie sich Könige. Die Schildmaid akzeptierte es mit dem Knirschen ihrer Zähne doch würde sie sich nur vor der Schwester aus Vanaheim beugen nicht dem Sohn der Schlange. Sie Traf einen Mann ein Halbling Cimmeriens und Vanaheims. Besser als nichts dachte sich die Schildmaid immerhin wollte er helfen. Doch dieser Halbling brach ihr Vertrauen zu oft... war sie zu weich das sie ihm so oft vergab? Sie weis es selbst nicht mehr so genau. Doch als er sie mit Faulen Tricks der Magie betrog war das das ende der Schildmaid. Sie verzog sich in ihr Lager wo sie für tage verweilt mit sich selbst redete ihr Geist ihr Wille zerfallen sie Rief nach Ymir doch er antwortete nicht sie rief nach Atali doch auch die antwortete nicht immer wieder Rief sie nach ihr bis sie sich fragte weshalb sie diesen Namen gerufen hat. Wer sie selbst war. Atali... Atali... Ich bin Atali...! Es war als ob sie sich erinnerte sie war Atali Tochter des Eisriesen Ymir. Wieso war sie in der Wüste? Es spielte keine Rolle mehr sie wollte in den Norden in den Schnee in ihre Heimat zu ihren Brüdern den Eisriesen. Sie trug nichts ausser fetzen aus Peltz und als sie über den Schnee ging war es kalt fürchterlich kalt eine willkommene kälte ihre Heimat. Mit Offenen Armen erreichte sie ihre Brüder doch war sie nicht Atali wie sie glaubte sie war nicht die Tochter des Eisriesen sie war nur eine Schildmaid die Tochter eines Berserkers Namens Hrafnakels. Die Keule des Eisriesen Traf sie und sie Spürte die Knochen in ihrem Leib Brechen und ihre Organe durchstossen als ihr Körper für ein paar Meter in die luft geschlagen wird und blutend im Schnee landet. Schmerzen so viele schmerzen sie konnte sich nicht bewegen die Atmung war Schwer den das Blut füllt ihre Lungen. Sie war nicht Atali sie war Nora... Nora Hrafnakelsdóttir eine Schildmaid Vanaheims. Sie Fand ihren Tot nicht im Sand doch war das nicht der tot den sie sich wünschte... Aber ihre Qualen ihre Qualen haben ihr ende gefunden und sie Schloss mit einem lächeln ihre Augen bevor die kälte und das Schwarze nichts sie vollends umhüllten.

    Sarena
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    Re: Das Zerbrochene Schild

    Beitrag von Sarena am Fr März 16, 2018 9:06 pm

    Sie lehnte sich an die kühle Steinwand hinter sich und ließ den Blick aus ihrem kleinen Verschlag hinaus gleiten, dem Lärmen der Menschen lauschend. Ihre blauverschwollenen Finger zitterten ein wenig, als sie begann den Verband abzuwickeln. Vermutlich hätte sie es nicht so übertreiben sollen, aber andererseits... andererseits war es besser, als dass sich der Hass, der Frust und die Abscheu weiter auftürmten, bis zu einem Punkt, an dem jemand dafür leiden würde der es vielleicht nicht verdiente. Oder sie jemanden sogar leiden ließ, und es hinterher bereute, weil es nicht rechtmäßig war. Oder war es rechtmäßig?

    Ihre geröteten Augen schlossen sich kurz und sie zog die Füße weiter ein. Es brauchte sie niemand finden. Waren ohnehin alle gewöhnt dass sie auf den Beinen war und irgendwas arbeitete, also würde auch keiner suchen. Das schützte aber nicht vor Leuten die zufällig vorbei kamen. Doch selbst wenn sie keiner fand würde der Wahnsinn bald weiter gehen. Tag für Tag, Nacht für Nacht, auf all seine Arten.

    Leise durchatmend zog sie ihre Axt auf den Schoß und betrachtete sie. In eine schöne Lage war sie da geraten. Wie ein Mammut, das in eine Bärenfalle stampft, und diese ausnahmsweise nicht zertritt. Hilfe brauchte sie nicht wirklich erwarten, nicht bei dieser Sache. Sie würde vermutlich noch nicht einmal jemand finden, der sie überhaupt verstand. Und selbst wenn? Die Leute waren doch sehr klar. "Wir wollen keine Führung, die führt, aber wehe, uns führt keiner." - "Wir wollen doch mitsprechen, egal wie sinnvoll unser Beitrag ist, aber wehe uns verbietet keiner den Mund." - "Wir hassen doch Regenten schonmal pauschal, weils Monarchen und Regenten sind, aber wehe, sie sind keine verschissenen Lichtfiguren die mit ihrer Unfehlbarkeit die Sonne aufgehen lassen." - "Wir sind doch deine Freunde, du musst uns nur vertrauen. Aber vertrau uns bloß nicht, denn dafür treten wir dir noch tiefer in den Magen." - "Lass dir helfen, aber wehe, du brauchst Hilfe, dann bist du ein Schwächling." Wie viele dieser Aufzählungen hätte sie bringen können? Vier Seiten lang? Fünf Seiten lang? Aber es war zwecklos.

    Unbeobachtet, in ihrem kleinen Verschlag, erlaubte sie es sich, ihre Wange kurz an das Fell zu schmiegen, das um ihre Schultern gelegt war. Was kam nach der Wut? Der Rest des Lebens. Als Vanir wusste sie es eigentlich. Aber andere Dinge wusste sie im Moment nicht. Oder hatte sie vergessen? Vielleicht wusste sie diese im Kern doch, und scheute nur, diese Schritte zu gehen. Oder es war gar nicht notwendig.

    Aber im Kern, im Kern blieb nur das Gefühl, dass schon seit Jahren an ihr nagte. Sie wollte nach Hause. Zu Menschen, deren Handlungen für sie Sinn ergaben. Und die den Sinn ihrer Handlungen verstanden. Menschen die nicht Morgens eine Münze warfen, ob sie jedes Wort auf die Goldwaage legen oder heute mal drauf scheissen, Menschen die einfach einem Weg folgten. Dem der Heimat. Dem der Vanir. Dort wo Leute Gründe hatten, für dass was sie taten. Manchmal waren diese dumm, manchmal klug, manchmal nur aus dem Affekt geboren. Aber sie hatten Hand und Fuß. Man konnte sie spüren. Anfassen. Und wenn einem Morgens mal ins Hirn geschissen wurde, so dass man neben der Spur war und Mist baute? Dann stand man dafür ein. Und entweder man überlebte es, und es war irgendwann wieder gut, oder man ging eben daran zu Grunde. Kein ständiger Kampf mit unsichtbaren Mauern, kein ständiges Rotieren weil sich gerade wieder einmal jemand einbildete, dies oder jenes wäre lustiger. Das konnten sie sich gar nicht erlauben, in der harschen Umgebung. Sie hatten einfach nicht soviel zu verschenken. Nicht soviel Kraft, nicht soviel Zeit, nicht soviel Nerven, und nicht soviel Herz.

    Ihre Gedanken glitten kurz zurück zu Thorgrim. Es war schon wahr, dass sie die meiste Zeit ruhig blieb, aber Trauer verkraftete sie nur in kleinen Dosen. So geballt ständig die Verluste um die Ohren geworfen zu bekommen wie die letzten Tage forderten ihren Tribut. Die Namen derer, die man verloren hatte, an die Steintafel zu meißeln... nichts auf der Welt hätte sie abhalten können, dies zu tun, für die, die sie einst Kameraden nannte, oder Anwärter. Ein paar davon sogar Freund. Und noch weniger waren sogar mehr. Und Thorgrim? Er war nun mal der einzige Vanir, dem sie begegnete, in all der Zeit, der die Heimat überhaupt kannte. Sicher, er hasste seinesgleichen. Er hasste Vanaheim. Vielleicht taten sie das sogar alle, auf ihre Weise. Aber gleichzeitig trugen sie auch eine Liebe zum eigenen Volk, die weiter reichte, als die meisten es erahnten. Nun, vielleicht nicht gerade in Thorgrims Fall. Er hatte mit ihnen abgeschlossen. Und dennoch war er... vertrauter. Ein Stück Heimat. Etwas, was sie verstand. Etwas, was sie mochte. Etwas was nicht verrückt schien, bevor es verrückt gemacht wurde.

    Und dann war da dieser Stamm aus Vanir, der einst im Norden siedelte. Aber sie waren schon seit etlichen Generationen im Exil. Beide Seiten merkten die Unterschiede sofort. Und Sarena kannte die Stämme der Vanir gut genug, dass sie nicht unbedingt auf "Zulauf" standen. Auf Besuche. Auf "Freundschaften", denn am Ende blieben sie gerne unter sich. Auch behandelte man sie respektvoll, davon dass sie keine Vanir war, war nicht die Rede. Vielleicht eher, dass sie schon fast "zuviel" Vanir war. Ihr Stand, ihr Können, ihre Person, ihre Entscheidungen. Es wurde respektiert, so wie sie die Lebensweise dieses Stammes in seiner Abgeschiedenheit respektierte. Und natürlich waren sie nicht genau wie die Heimat. Wie auch, wenn sie schon ewig im Exil waren, dort geboren und aufgezogen wurden? Und dennoch. Dennoch wusste man auf Anhieb, wie man miteinander umzugehen hatte. Was sich gehörte, und was nicht. Wo die Grenzen waren, und wo man sich einen Schabernack erlauben konnte. Man ersparte sich den Schnickschnack und die Lügerei falscher Höflichkeit. Sie hatte mit keinem wirklich darüber geredet, wie sehr es sie aufwühlte, diese Begegnung. Wie viel in ihr sie drängte, einfach alles stehen und fallen zu lassen und ihnen zu folgen. Nicht, weil sie die Mentalität eines Hündchens hatte, im Normalfall. Nein, sie wollte einfach nur nach Hause. Und so eigentümlich dieser Stamm auch war, so weit sich ihre Tradition auch von der Tradition ihrer eigenen Heimat in Vanaheim unterschied, dennoch war der Kern derselbe. Aber natürlich folgte sie nicht. Natürlich blieb sie, verrichtete ihre Arbeit, und ließ die nicht zurück, die auf sie zählten.

    Und wer war da noch in all den Jahren? Nora. Sarena hatte nie wirklich darüber gesprochen, und vielleicht würde sie es niemals, aber es wühlte diesen alten Konflikt wieder auf, ihr zu begegnen. Wie viel Vanir war sie denn? Wie viel Vanir war sie selbst noch?

    Die eisblauen Augen schlossen sich kurz, als ein tiefer Atemzug ihren Brustkorb hob und senkte. Vielleicht war die freundliche Umschreibung "Oh, Thúrun liegt dort, wo du einen Stein nur dreimal schleudern musst, um im ewigen Eis in dem keine Menschenseele mehr lebt zu landen..." doch fast schon untertrieben? Vielleicht die Aussage "Mein Vater lehrte mich den alten, wahren Weg der Vanir" nur eine nette Umschreibung für eine gewisse Form des Fanatismus? Konnte ein Volk, dass lediglich sich selbst treu war, und sich weigerte um den Preis gewisser Annehmlichkeiten die eigenen Reihen zu lockern, denn als fanatisch gesehen werden? Ihr brummte der Schädel. Mit so etwas hatte sie sich nie auseinandersetzen müssen. Sie war wer sie war, wo sie war, wann sie war, wenn sie war. So einfach war es. Aber hier, im Exil? War alles auf den Kopf gestellt. Nein, sie waren keine Fanatisten. Sie waren nur nie bereit, ihren Weg zu verlassen. Und dennoch. War es nur ein Gefühl, dass sie mittlerweile ein Kluft von ihrem eigenen Volk trennte, oder war es die Wahrheit? Kannte sie es selbst nicht mehr?

    Ihre Gedanken glitten wieder kurz zu Nora. Sie spürte die Unterschiede, und war ein wenig verwirrt. Aber es waren nur Unterschiede. Auch wenn es vielleicht nicht immer den Anschein erweckte, hatte sie Nora doch gut zugehört. Verstand worauf sie beruhten. Feinheiten, weil Stämme manches unterschiedlich auslegten. Die Position der Schildfrau. Die Sitten der Ehelichung dieser. Traditionen, die sich unterschieden, aber der Kern war gleich. Sarena wusste, dass sie es waren, die immer noch für die Auseinandersetzung in der Halle zahlten. Weil die Leute nicht verstanden, dass es eine Ehrenbezeugung war, in den Reihen der Vanir, einen Kampf zur Klärung anzubieten. Es hieß Nora und ihre Stellung als Schildfrau zu akzeptieren, gleichsam man ihre Vorbehalte nicht akzeptierte. Aber es war normal, dass ein Vanir erstmal die Ordnung herausforderte, bevor er seinen Platz finden konnte. Es war keine "Verfehlung" ihrerseits, noch war es eine Verfehlung seitens Subotais, oder ihrer selbst. Es war kein sinnloses Blutvergießen, oder gar ein "ihr an den Kragen wollen". Aber welch Schande wäre es gewesen, sie wie ein kleines Mädchen zu belehren, statt den Weg der Krieger einzuschlagen? Sie war nunmal eine Schildmaid.

    Aber nein... auch das wurde nicht akzeptiert. Man jammerte lieber darüber, dass keine "Klarheit" herrschte, wenn zuviel auf die einzelnen Völker eingegangen wurde, und dies das Gesamtbild weichwusch. Gleichzeitig rettete sich aber jeder Depp mit "bei mir ist es anders". Nur dass es in so und so vielen Fällen gar nicht stimmte. Sie drehten es sich nur zurecht. Und wieder stand keine Wahrhaftigkeit dahinter. Nichts ehrliches, was man anfassen konnte, mit dem man Arbieten konnte. Nur ein weiterer Stein, der anderen in den Weg geworfen wurde, aus einer Laune heraus und den dieser mühselig aus dem Weg räumen dürfte.

    Die, die nicht gejammert hatte und Rückgrat bewies, war Nora selbst. Es stand ihr vielleicht im ersten Moment nicht gut zu Gesicht, dann doch noch Subotai abzulehnen und sich ihr selbst zuzuwenden. Aber andererseits verstand es Sarena voll und ganz. Sie selbst hatte Wochen gebraucht, überhaupt mit Subotai zu sprechen. Und wie oft hatte sie mit dem Gedanken gespielt, ihn einfach zu töten, weil er Stygier ist? Der Umstand dass er zur Hälfte Cimmerier war, half da nun auch nicht unbedingt. Hätte vielleicht geholfen, wäre sie ein Aesir gewesen, aber bei einem Vanir? Im Gegenteil. Und dann noch die berühmten Worte "Schlange des Nordens". Er hatte sie nachgeredet, in diesem Hauch von Arglosigkeit, die er manchmal an sich hatte. Schlangen galten in vielen Kulturen als weise, als wissend. Selbst bei ihnen gab es diese widersprüchlichen Gedanken zu Schlangen. Einerseits giftig, verschlagen und Hinterhältig, so dass man ihnen nicht trauen darf. Andererseits wissend, uralt und mächtig. Eine gegensätzliche Figur, ein in sich gekehrter Archetypus. Dass "Schlange" und "Drache" oft synonim verwendet wurden macht es nicht einfacher. Und dennoch zeigten so viele ihrer Armreife genau eines von beiden. Einen Wyrm oder einen Drachen.

    Sarena zog ihren Dolch und wollte schon in ihre Tasche greifen, um ein kleines Stück Holz herauszuholen, um wie so oft ihre Gedanken und ihr Herz zu beruhigen, in dem sie ihre Hände mit Schnitzarbeit beschäftigt hielt. In Anbetrachtet des Zustands ihrer Finger war das gerade wohl nicht die beste Idee, so steckte sie den Dolch wieder weg und atmete flach aus.

    Es gab so vieles, was sie vermutlich nie sagen würde. Dass es sie schier an den Rand des Wahnsinns trieb, weder trainieren noch schnitzen zu können, oder anderes, um sich zu beschäftigen und von dem quälend wunden Inneren abzulenken. Dass sie tatsächlich so etwas wie Angst verspürte, bei dem Gedanken daran, wozu das Glutherz in der Lage sein mochte. Dass es nicht gelogen war, dass sie sich nicht nur um ihren eigenen Stamm, ihre eigenen Leute scherte, sondern leider einen sehr weitgefassten Begriff von "meine Leute" hatte, sobald sie jemanden schlicht leiden konnte.

    Auch nicht, dass sie gehofft hatte, Nora wieder zu sehen, um mit ihr reden zu können. Einfach nur Reden, in der Heimatsprache, ohne ständig aufpassen zu müssen, wie etwas aufgefasst werden würde, weil man wusste, wie Worte zu nehmen waren. Auch weil sie einmal sehen wollte, dass ein Vanir es schaffte, im Exil. Ein "echter" Vanir. Nicht einfach nur ein rothaariger Mensch aus dem Norden, der selbst behauptete, ein Nord zu sein. Aber es hatte wohl nicht so kommen sollen.

    Sie lehnte den Kopf wieder an und dachte für einen Moment an die Zerstörung von Nathans Turm zurück. Daran, was ihr erzählt wurde, was Nathan mit Nora getan hatte. Sicher, nach der Ansicht der Vanir war Nora selbst daran Schuld, was ihr widerfuhr, wenn sie es nicht schaffte sich davor zu schützen und darüber zu erheben. Aber das änderte nunmal nichts daran, dass Sarena recht gut wusste, dass einem dies das Leben nicht leichter machte, sondern noch schwerer. Man konnte kein Opfer sein, man war immer verantwortlich. Und insgeheim - aber auch dies hätte sie nie gesagt - verstand sie vielleicht auch, warum Nora auf ihn hereingefallen war und sich dann in seinem Dunstkreis und Fängen befand.

    Dass der Norden zugänglich war linderte vielleicht ein wenig das Heimweh, weil man nach so langer Zeit wieder Schnee unter den Füßen knirschen hören konnte oder das satte Grün der Gräser und Tannen erblickte. Es änderte aber nichts daran, dass man fremd war, und fremd blieb, als einer der ihrigen. Einsam und verloren, als hätte man sich verlaufen, und wüsste langsam nicht mehr wo oben und unten ist.

    Doch all dies half nichts. Die Leute hatten wohl recht und Nora war wohl mit dem Turm und Nathan in die Abgründe gerissen worden, vernichtet von den Dämonenscharen.

    Aber immerhin... immerhin barg dies wenigstens die Chance, dass sie ihren letzten Kampf hatte. Dass sie sich Ymir würdig erwiesen hatte, allen Umständen zuwider, und nun in Vallhalla speiste, statt zu dienen.

    Und es war eine Person mehr, an die Sarena ab und an denken und erinnern würde, auch wenn ihre Namen nicht auf der Steinwand eingemeißelt waren. Ein Schatten der Vergangenheit mehr, der verblasste, aber zumindest irgendwo eine Spur hinterließ, im Exil.


      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Sa Jun 23, 2018 11:09 pm